Versteckte Kalorien – Kalorienbomben im Alltag

von Patrick

In welchen Lebensmitteln stecken versteckte Kalorienbomben?

Versteckte Kalorien – Kalorienbomben im Alltag

Wenn man durch den Supermarkt spaziert, fallen einem viele „Light“-Produkte ins Auge.
Hersteller, die ihre gewohnten Rezepturen angepasst haben, um jetzt auf dem vermeintlichen Niedrigkalorienmarkt mitzumischen, sind allerdings nur die eine Schattenseite. Auch in vielen alltäglichen Dingen stecken mehr Kalorien, als man vermuten würde.

In diesem Beitrag habe ich einige (mehr oder weniger) versteckte Kalorienbomben im Alltag gesammelt und aufgedeckt. Gleich ein Hinweis vorweg: Viele Kalorien sind nichts grundsätzlich schlechtes, der menschliche Körper benötigt einiges an Energie. Allerdings solltest du dir immer bewusst sein, wie viele Kalorien die einen oder anderen Lebensmittel oder Produkte haben, wenn du ein Ziel hast.

Kommen wir zu den Produkten:


1. Nüsse und Nussprodukte

Nüsse an sich sind gesund, daran besteht gar kein Zweifel, aber kaum einer rechnet mit den versteckten Kalorien, die aus guten Fetten bzw. Ölen resultieren:

100 Gramm Nüsse, nahezu egal welcher Sorte, schlagen mit 550 bis 600 Kalorien zu buche.


2. Fettfreie Süßigkeiten

Fettfrei heißt in den meisten Fällen absolut nicht kalorienarm. Auch wenn nur Einfachzucker und wenig Fett enthalten ist, schießt die Kalorienskala trotzdem in die Höhe.

Solche Produkte, z.B. fettfreie Bärchen oder andere Gummitiere, haben schnell mal 300-330 Kalorien auf 100 Gramm. Greift man zu einer solchen Packung, die nicht selten 300 Gramm wiegt und isst sie nebenbei vor dem Fernseher, achtet man nicht auf die knappen 1000 Kalorien, die einem gerade in den Mund wandern.


3. Zuckerfreie Müsliriegel

Eine freche Formulierungslücke verwenden Müsliriegelhersteller, wenn sie für ihre zuckerfreien Müsliriegel werben.
Zuckerfrei bedeutet in diesem Falle nicht gänzlich frei von allen Zuckerarten, sondern nur frei von Einfachzucker, aber nicht unbedingt frei von:

  • Fruchtzucker
  • Milchzucker
  • Traubenzucker
  • Malzzucker
  • Zuckerersatzstoffe

Kalorien gespart? Fehlanzeige. Auch diese Arten von Zucker besitzen Kalorien. Diese vermeintlich kalorienarmen Riegel befinden sich häufig sogar auf dem gleichen Kalorienlevel wie herkömmliche Riegel, die Einfachzucker enthalten.


4. „Light“-Produkte

Egal an welchem Nährstoff in dem jeweiligen Produkt gespart wird, meistens werden diese Nährstoffe wiederum durch einen anderen Nährstoff ersetzt, um dem Originalgeschmack auf irgendeine Art und Weise nahe zu kommen.

Produkte, die vom Hersteller als „Light“ ausgewiesen werden, verleiten übrigens dazu mehr davon zu essen, weil man sich von „Light“ vermeintlich mehr erlauben darf, als von der Normalvariante des jeweiliges Produkts.

Kleiner Tipp: Einfach mal beim nächsten Besuch im Supermarkt die Nährwertangabe von „Light“-Kartoffelchips anschauen und mit den herkömmlichen vergleichen. So „light“ sind sie dann plötzlich doch nicht mehr. 😉


5. Öl

Wer sich einen leckeren Salat zusammenstellt, der meint es meistens gut und hofft auf wenige Kalorien beim Verzehr.
Versteckte Kalorien lauern aber auch hier, denn oftmals wird beim Dressing ordentlich Öl verwendet.

30 ml Öl, also in etwa 3 Esslöffel (etwas mehr), reichen bereits aus um diesen Salat 250 Kalorien hinzuzufügen. Und wer achtet tatsächlich darauf nur wenige Esslöffel zu verwenden.


6. Soßen

Leckere Soßen werden oftmals aus Schlagsahne kreiert und was besitzt Schlagsahne? Richtig: Einiges an Kalorien.
Die Hälfte einer 200-Gramm- bzw. 200-ml-Schlagsahne-Packung reicht aus, um dem Essen zusätzlich knapp 300 Kalorien zu verleihen.

Natürlich schmecken fettige Soßen gut, da Fett als Aromaträger den meisten Gaumen schmeichelt.
Dennoch: Wer Kalorien sparen will, sollte bei den Soßen anfangen, denn da verstecken sich einige Kalorienbomben.


7. Zuckerhaltige Limonaden & Säfte

Das Problem bei den meisten Limonaden ist nicht der Kaloriengehalt auf 100 ml, sondern die Tatsache, dass ein durchschnittlich großes Glas 200-300 ml groß ist und man davon üblicherweise mehrere trinkt.

Trinkt man also einen halben Liter dieser Limonade, hat man auch bei nur 50 kcal auf 100 ml bereits ganze 250 Kalorien, die man sich mit einem Glas Wasser gespart hätte.


8. Obst

Bei Obst von einer Kalorienbombe zu sprechen kommt dem einen oder anderen sicherlich vermessen vor, da Obst und Gemüse ja heutzutage das gesunde Non-Plus-Ultra darstellen und daher auf keinem Cover einer Ernährungszeitschrift fehlen dürfen.

Ein Blick auf die Nährwerttabellen dieser Welt bestätigt jedoch:
Eine Avocado beispielsweise besitzt, aufgrund ihres hohen Anteils (guter und gesunder) Fette, etwa 400 bis 500 Kalorien.
Dennoch macht beim Obst sicherlich nur die Masse einen großen Ausschlag an Kalorien und wir sind nicht absolut im Bereich der Kalorienbomben, aber wer sich den halben Tag nebenbei „auf Snackbasis“ von Äpfeln und Bananen ernährt, wird nebenbei auch seine 300-500 Kalorien zu sich nehmenn, die in eine typische 2000-kcal-Ernährung vielleicht nicht mehr hineinpassen.


9. Fertigprodukte

Das „Beste“ zum Schluss, sozusagen. In der gesamten Palette an Fertigprodukten finden ihr haufenweise Kalorienbomben, die ihr – würdet ihr die gleiche Mahlzeit selber zubereiten – zügig entschärfen könntet, weils entstandene Transfette oder Fettzusätze (natürlich zur Geschmacksverbesserung) in eurer Küche nicht anfallen.

Das fängt selbst bei so banalen Fertigprodukten wie Pasta oder Lasagne an, zieht sich aber, wie bereits beschrieben, durch viele Fertigproduktkategorien.

Mein Tipp: Wenn du eine oder einige Lieblingsmahlzeiten hast, die du dir eigentlich immer fertig kaufst, nimmst du dir alle Zutaten, die du zur eigenene Zubereitung benötigst und vergleichst diese Zutaten (samt Nährwertangaben und Kalorien) mit den Nährwertangaben der Fertigzubereitung. Bleibst du kalorienmäßig darunter, sparst du dir nicht nur Kalorien, sondern hast plötzlich die volle Kontrolle über den gesamten Inhalt und umgehst somit unnötige Kalorienbomben. 🙂


Fazit

Nicht alles ist kalorienarm, wo „Light“, „ohne Zucker“ oder ähnliches draufsteht. Also am besten immer die Augen offen halten, was die jeweilige Verpackung anzeigt.
Falls ein Produkt mal keine Nährwerttabelle bzw. Nährwertangaben besitzt, findet man vertrauenswürdige Angaben auch schnell im world wide web. So enttarnst du Kalorienbomben, bevor du sie kaufst.

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